Pechsalbe selber machen – Ein wahrliches Waldwunder

Eine Pechsalbe selber zu machen hab ich mir schon lange vorgenommen. Genau deshalb bin ich vor Kurzem los in den Wald und machte mich auf die Suche nach dem wertvollen Schatz des Waldes. Das klebrige Pech/Harz bildet ein verletzter Baum um sich zu schützen. Man sagt, dass die Salbe am wirkungsvollsten ist, wenn sie zur Hälfte aus flüssigem und zur Hälfte aus festem Pech/Harz gemacht wird. Die Salbe habe ich noch mit getrockneten Heilkräutern wie Ringelblumenblüten und Kamillenblüten verfeinert. Die Wirkung des antiseptischen Pechs der Nadelbäume ist wundheilend, entzündungshemmend, krampflösend, aber auch besonders wirkungsvoll gegen Gicht, Rheuma, Brustleiden, Muskelverspannungen und als Lippenpflege für Herpes.
Falls du auch das Pech sammeln und daraus einen pflegenden Allrounder herstellen möchtest, brauchst du zum sammeln eigentlich nur folgende Dinge:

  • einen Behälter oder ein Glas
  • ein Messer
  • ein bisschen Öl, sodass du das klebrige Pech von deinen Fingern leicht runter bekommst

… und dann geht es ab in den Wald. Achte nur darauf, dass du von einem Baum nicht zu viel nimmst, sodass der Schutz des Baumes bestehen bleibt. Ich nehme es am liebsten von gefällten Bäumen, da ich da ohnehin auch besser ran komme. Natürlich geht das alles nicht ganz ohne Rinde oder Schmutz –> aber keine Sorge, das wird dann alles bei der Salbenherstellung herausgefiltert.

Zutaten:

  • 40 g Pech/Harz
  • 20 g Bienenwachs
  • ca. 7 getrocknete Ringelblumenblüten
  • ca 15 – 20 getrocknete Kamillenblüten
  • 100 ml hochwertiges Olivenöl oder Sheabutter oder Melkfett (Je nach Vorliebe auch andere pflanzliche Öle)

Zubereitung:

  • Fett bzw. Öl in einem Behälter den du nicht mehr brauchst (Achtung, das Pech bekommst du nicht mehr vollständig raus) bei sehr geringer Hitze erwärmen
  • Danach gibst du die getrockneten Blüten hinzu
  • Jetzt kommt das Harz hinzu –> du kannst beobachten, wie das ganze Pech sich von den Rindenstücken löst und der ganze Dreck im Fett bzw. Öl schwimmt
  • Das Ganze lässt du nun für ca 1 1/2 Stunden bei sehr geringer Hitze ausziehen. Hier löst sich jetzt der ganze Wirkstoff vom Pech
  • Nach dieser Zeit musst du alles durch ein Sieb (ich nehme auch gerne eine alte Mullwindel) abseihen
  • Als nächstes gibst du das Bienenwachs hinzu und lässt es bei geringer Hitze vollkommen schmelzen
  • Jetzt kannst du alles in kleine Salbendöschen abfüllen (gibt es in jeder Apotheke in den verschiedensten Größen und Formen zu kaufen)
  • Nach ein paar Minuten wird die Salbe auch schon fester
  • Falls euch die Salbe noch zu weich oder auch zu fest ist, nächstes Mal einfach weniger oder mehr vom Bienenwachs nehmen. Ich muss auch immer ein Rezept ein paar mal probieren, bis ich für mich die ideale Festigkeit der Salbe gefunden habe 😉

Ich liebe den wundervollen Geruch des Waldes beim Öffnen einer Salbendose & glaube mir, du wirst es auch mögen. Wenn du sie einmal selber gemacht hast, willst du auf diesen Allrounder in deiner Naturapotheke nicht mehr verzichten wollen.

Viel Spaß beim Herstellen von diesem kleinen Wunder der Natur,

eure Christina 🌿

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