Die mystischen Rauhnächte – Teil 2

Einer der meist verbreitesten Bräuche in den 12 Rauhnächten ist das Räuchern mit den verschiedensten Kräutern und Harzen, um Haus und Hof, aber auch vor allem uns Menschen und die Tiere vor dem Bösen zu schützen und zu reinigen. Dabei wird das gewählte Räucherwerk in einer Räucherschale in Begleitung von Gebeten, Sätzen, Wünschen oder einfach nur Wörtern in jeden Winkel des Hauses getragen. Besonders wichtig dabei ist es, die Räume und Orte vor dem schützen zu reinigen um den neuen Energien Platz zu schaffen. Du kennst sicher das Gefühl, in einem Zimmer oder an einem Ort zu sein, wo du dich nicht besonders wohl fühlst und du irgendetwas Negatives spürst? Genau diese negativen Energien werden durch das Räuchern bereinigt, sodass das Gute wieder einkehren kann.

Folgende Kräuter und Harze eignen sich zum Beispiel besonders gut zum Reinigen und Schützen:

  • Salbei gehört in der schamanischen Räuchertradition zu den wichtigsten Basis-Räucherwerken. Die ätherischen Öle des Salbei wirken besonders kräftig bei Reinigungszeremonien für Körper und Dinge wie Haus und Hof. Der sehr intensive Duft vertreibt und neutralisiert böse und negative Energien.
  • Wacholder gilt als eine Schutzpflanze gegen alles Böse und Negative. Wacholder lässt sich sehr gut alleine sowie auch in Kombination mit anderem Räucherwerk verräuchern.
  • Beifuss gilt als eine Reinigungs- und Schutzpflanze. Beifuss hilft, um den Körper und die Seele selbst zu heilen und neue Türen zu schaffen. Er reinigt und ermutigt zu neuen Lebenssitutationen.
  • Eisenkraut sollte beim Räuchern immer mit Harzen vermischt werden. Eisenkraut, bei den Kelten auch Druidenkraut genannt, wird auch als eine Zauberpflanze bezeichnet und reinigt bei einer Räucherung Räume von deren schlechten Energien. Das Kraut macht Mut, stärkt unsere Seele und lässt Ängste überwinden
  • Baldrian besänftigt unser Inneres und unsere Seele. Baldrian lässt sprichwörtlich unsere Seele baumeln und wirkt entspannend für unsere Nerven und regt unsere Träume und Wünsche an. Das Hexenkraut Baldrian galt schon bei unseren Vorfahren als Schutz gegen Seuchen und Verzauberungen aller Art.
  • Lavendel hat eine reinigende, neutralisierende und ausgleichende Wirkung. Der Rauch der intensiv duftenden Lavendelblüten beruhigt unser Bewusstsein und stärkt unseren Geist und Körper
  • Rosmarin wurde schon früher als Pestpflanze eingesetzt und wird daher auch noch heute sehr gerne in den verschiedensten Räuchermischungen gefunden. Dem Rosmarin wird nachgesagt, dass er vor allem das Loslassen fördert und die Veränderung unterstützt. Die Willenskraft des Rosmarin verschafft uns ebenfalls die Kontaktaufnahme zu ganz besonderen Wesen, wie in etwa Elfen, Feen und Naturgeistern. Die Aromen des Rosmarins wirken aufmunternd, fruchtbarkeitsfördernd und schaffen ein klares Denken.
  • Fichtenharz wirkt sehr desinfizierend und reinigend. Der Rauch des Fichtenharzes sorgt vor allem für innere Ruhe, schafft Platz für Neues und schenkt uns Kraft
  • Weihrauch, auch Olibanumharz genannt, wurde schon früher zur Reinigung des menschlichen Geistes verwendet. Die besonders positive Heilwirkung des Weihrauchharzes wird schon seit der Antike zur Reingung bei Räucherungen verwendet und zählt auch heute noch zu den bekanntesten Harzen einer Räuchermischung.

Räuchermischungen kannst du mit ein bisschen Erfahrung entweder selber mischen, oder fertige Mischungen kaufen. Ich liebe die Mischungen der Marke Bijos. Wunderbare Mischungen von Bijos sind zum Beispiel:

Falls du ganz neu beim Thema Räuchern bist kann ich ein Räucherset empfehlen, mit dem du sofort für deine erste Räucherung ausgestattet bist. Diese eignet sich auch prima als Geschenk! 😉

 

Wenn du deine Räucherwerk-Mischung bereit hast, kann es auch schon mit dem Räuchern losgehen. Schließe vor deinem Räuchergang alle Fenster. Zum Räuchern benötigst du eine feuerfeste Schale mit Räuchersand, Räucherkohle, dein Räucherwerk und natürlich Zündhölzer und eine Feder um den Rauch in alle Ecken zu bekommen. Die Räucherkohle zündest du an und legst sie in deine feuerfeste Schale, die mit Räuchersand befüllt ist. Sobald die Kohle vollständig weiß ist, gibst du etwas von deinem Räucherwerk darauf. Mit dem daraus entstehenden Rauch wird nun geräuchert –> Bei der Reinigung unbedingt GEGEN den Uhrzeigersinn räuchern. Vergiss ja nicht, sehr sorgfältig die Ecken auszuräuchern, da in diesen die meisten negativen Energien hängen bleiben. Anschließend werden die Räume kräftig durchgelüftet. Dabei siehst du, wie die negative Energie regelrecht mit ins Freie rausgezogen wird. Nachdem alles gereinigt wurde, kann mit dem Schutzaufbau begonnen werden. Dazu wird alles nochmal geräuchert. Dieses mal mit einem wohlriechendem Räucherwerk, IM Uhrzeigersinn und dabei kannst du deine Wünsche, Gebete aussprechen oder dir einfach nur für dich selbst denken, die vor allem Gutes für die kommende Zeit widerspiegeln sollen. Danach wird auch nicht mehr gelüftet, da ja die gute, aufbauende und harmonisierende Energie im Raum bleiben soll.

 

Um dir bei deiner Schutzräucherung ein paar Anregungen zu geben, welche Wörter, Fragen Wünsche, Sätze oder Gebete du dabei aussprechen oder dir einfach nur denken kannst, hab ich ein paar Beispiele niedergeschrieben.

  • Wörter wie zum Beispiel: Kraft, Gesundheit, Stärke, Liebe, Zuneigung, Harmonie, Zärtlichkeit, Verständnis, Zusammenhalt, Respekt, Treue, Glück, Ausgewogenheit, Ehrlichkeit, Ideen, Kreativität, Akzeptanz, Energie, Freude, Hilfsbereitschaft, Lachen, Mut, Optimismus, Spaß, Unterstützung, Vertrauen, Zufriedenheit,…
  • Bei der Räucherung kannst du noch dein Jahr Revue passieren lassen und zu bestimmten Fragen deine Anworten finden:
    Wer hat dich durch das Jahr begleitet?
    Welche besonderen Erlebnisse hattest du dieses Jahr?
    Was hast du dieses Jahr gelernt oder was nimmst du mit für das kommende Jahr?
    Hattest du irgendwelche nennenswerten Veränderungen?
    Bist du irgendjemanden besonders dankbar?
    Hast du irgendetwas nicht fertig bekommen, sodass du es in das nächste Jahr mitnimmst?
  • Seine Wünsche weiß wohl ein Jeder selber 😉

Um noch alles Negative loszuwerden, kannst du noch während der Räucherung der Reinigung kleine Zettelchen auf deine Räucherkohle legen um diese zu verräuchern, auf denen Dinge geschrieben sind, die du los werden möchtest. Dies könnten zum Beispiel schlechte Erlebnisse, Eigenschaften, Bekanntschaften sein oder aber auch traurige Erinnerungen.

Zum Schluss dieses Beitrages möchte ich nochmal festhalten, das du beim Räuchern absolut nichts falsch machen kannst. Mach dir nicht zu viele Gedanken, ob dies jetzt richtig ist oder nicht. Vertraue ganz einfach deinem Gefühl 😉

 

Liebe Grüße,
eure Christina 🌿

 

 

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