Leckere Bärlauchsuppe mit knusprigen Roggen-Stangerln

Bist du heuer auch schon in den Genuss von frischem Bärlauch gekommen oder warst vielleicht schon selber welchen pflücken?

Bärlauch, einer der ältesten Nutz- und Heilpflanzen, hat wahrlich Bärenkräfte auf unseren Körper und ebenso ist er geschmacklich einfach unschlagbar. Vielerorts wird er auch Hexenzwiebel, Waldknoblauch oder Waldlauch genannt. Seine Wirkstoffe sind sehr vielfältig. So senkt er zum Beispiel den Cholesterinspiegel und unseren Blutdruck und wirkt zudem entgiftend. Bärlauch wächst im Frühling und bietet sich daher perfekt für eine frische Frühjahrskur an, da er unseren Stoffwechsel anregt und die Müdigkeit vertreibt. Außerdem beinhaltet er auch sehr viele Vitamine, darunter u. a. viel Vitamin C, Mineralstoffe und Spurenelemente. Seine ätherischen Öle wirken blutreinigend, entzündungshemmend, antibiotisch und schleimlösend.

Wie und vor allem wo findest du Bärlauch zum selber pflücken?

Bärlauch liebt schattige, feuchte Plätze und besiedelt meist Laub- und Mischwälder. Meistens findet man ihn entlang von Bächen. Aber Vorsicht beim pflücken! Denn er wird sehr oft mit dem giftigen Maiglöckchen und der Herbstzeitlosen verwechselt. Natürlich kannst du dich vorher bei zahlreichen Internetseiten und Youtube-Videos erkundigen und schlau machen oder du zerreibst die Blätter deines gefundenen Bärlauchs zwischen den Fingern und riechst den für Bärlauch typischen, starken Knoblauchgeruch. Aber sobald man ein paar Blätter gesammelt hat, riecht man eigentlich nur noch Knoblauch, sodass die Gefahr besteht, dass man schon mal einen Fehler beim Pflücken machen kann. Deshalb empfehle ich unbedingt beim ersten Mal eine Person mit zu nehmen, die den Bärlauch zu 100 % identifizieren kann und bestenfalls auch schon einen guten Standort von Bärlauch kennt. Also bitte unbedingt darauf achten, dass du wirklicht nichts Giftiges sammelst.

Wofür wird Bärlauch überhaupt verwendet?

Für Bärlauch gibt es mittlerweile zahlreiche Koch- und Backrezepte, aber auch Heilmittelrezepte. Angefangen von Butter, Pizza, Knödel, Pesto und Salz, bis hin zu Tinkturen und Ölen. Um ihn haltbar zu machen, friert man ihn am besten, nachdem man die Blätter gut gewaschen hat, portionsweise oder klein geschnitten, ein.

Rezept für Bärlauchsuppe

Zutaten:

  • 2 Zwiebeln
  • 200 g Kartoffeln
  • 100 g Bärlauch
  • 700 ml Wasser
  • 2 El selbstgemachte Suppenwürze
  • 100 ml Schlagobers
  • etwas Olivenöl
  • Salz, Pfeffer, Muskat

Zubereitung:

  • Zwiebeln und Kartoffeln schälen und grob klein schneiden
  • In einem Topf etwas Olivenöl erhitzen und Zwiebel- und Kartoffelstücke darin andünsten
  • Bärlauch dazugeben, mit Wasser aufgießen und zum kochen bringen
  • Selbstgemachte Suppenwürze dazugeben und einrühren
  • Das Ganze nun für ca. 1 Stunde köcheln lassen
  • Mit Schlagobers aufgießen und mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen
  • Zum Schluss musst du die Suppe nur noch pürieren

Um noch etwas Biss in diese Mahlzeit der würzigen Bärlauchsuppe zu bringen, habe ich knusprige Roggen-Weizen Stangerln mit Sonnenblumenkernen dazu gebacken. Zum Eintunken genau das Richtige!

Rezept für knusprige Roggen-Weizen Stangerln mit Sonnenblumenkernen

Zutaten:

  • 250 g (Vollkorn)Roggenmehl
  • 350 g Weizenmehl
  • 350 ml Wasser
  • 1 Würfel Germ / Hefe
  • 1/2 Tl Zucker
  • 1 Tl Salz
  • 1 El ÖL
  • Sonnenblumenkerne, Kräuter- oder Bärlauchsalz

Zubereitung:

  • Roggen- und Weizenmehl mit Salz in eine Schüssel geben und vermischen
  • Germwürfel in eine kleine Schüssel bröseln und den Zucker dazugeben
  • Etwas von dem lauwarmen Wasser über die Germbrösel geben, sodass der Germ sich darin auflöst
  • Restliches lauwarmes Wasser und das Öl zum Mehl geben und alles gut verkneten
  • Den Teig in der Schüssel mit einem Geschirrtuch abdecken und an einem warmen Ort für ca. 60 Minuten aufgehen lassen –> er sollte sich verdoppeln
  • Heize deinen Backofen vor dem nächsten Schritt auf 200 Grad Heißluft vor
  • Deinen Teig rollst du nun mit dem Nudelholz auf einer bemehlten Arbeitsfläche aus
  • Streue deine Sonnenblumenkerne und dein Bärlauch- oder Kräutersalz (oder beliebige andere Körner auf den Teig und rolle nochmal mit deinem Nudelholz drüber, sodass die Körner sich richtig in den Teig drücken
  • Klappe den gesamten Teig einmal zusammen, schneide ihn dann einmal in der Länge durch und danach zu ca. 5 cm dicken Streifen
  • Lege deine gedrehten Stangen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech, bestreiche sie nochmal mit Wasser und streue Körner drüber sowie etwas von deinem Bärlauch- oder Kräutersalz
  • Die Stangen bäckst du nun für ca. 15 – 20 Minuten im vorgeheizten Backofen, bis sie eine schöne Farbe haben und du das Gefühl hast, dass sie schön knusprig sind

Falls du noch mehr Bärlauch hast, probiere doch mal mein Zupfbrot mit Kräutern. Dafür bereitest du einfach anstatt der Kräuterbutter eine Bärlauchbutter. Die schmeckt übrigends auch hervorragend zu einem Stück Fleisch beim Grillen oder auf einem selbstgebackenem Brot. Die Menge der Bärlauchbutter kannst du dafür einfach verdoppeln, sodass du genug davon hast, um etwas fürs Grillen im Sommer, einzufrieren.

Viel Spaß beim Pflücken und lass es dir schmecken!

Liebe Grüße,
eure Christina 🌿

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