Magischen Blütenzucker mit Malve und Goldmelisse selber herstellen

Ein wahrer Blickfang in meinem Garten sind die Malve und die Goldmelisse, die durch ihre wunderschönen Farben glänzen.

Die Malve kennen viele unter den Volksnamen Käsepappel oder Gänsepappel. In der Kräuterheilkunde wird sie vor allem wegen ihrer reizmildernden und entzündunghemmenden Eigenschaften sehr geschätzt. Gerade bei Magen- und Darmbeschwerden wirkt der Schleimgehalt der Blüten und Blätter der Malve wunderbar gegen zu viel Magensäure. Ebenfalls wirksam sind Malvenbäder oder Umschläge gegen diverse Eiterherde (z. B. Nagelbettentzündungen) oder gar gegen Hämorrhoiden. Für Umschläge werden dazu einfach 2 TL Malvenblüten und -blätter mit 1/2 Liter Wasser aufgekocht und die Kräuter dann in das Umschlagtuch abgeseiht, sodass die wertvollen Kräuter im Tuch bleiben. Dieses wird dann auf die zu behandelnde Stelle aufgelegt. Ein wohlschmeckender Tee aus Malvenblüten und -blättern wird auch von Kleinkindern gut vertragen und aufgrund der magischen Verfärbung wird es auch bestimmt ein Highlight für Kinder 😉

Die Goldmelisse hab ich erst heuer durch Zufall in meinem Garten entdeckt. Bekannter war mir die wunderschön rot blühende Pflanze unter dem Namen Indianernessel. Dieser Name stammt tatsächlich von den nordamerikanischen Indianerstämmen ab, da sie dort als Heil- und Teepflanze gegen Erkältungen, aber auch als Antiseptikum verwendet wird. Da mir diese Pflanze sehr neu war, hab ich mich erstmal an der Verwendung herangetastet und den mild zitronenartigen Geschmack entdeckt. Ich verwende vor allem die Blüten und Blätter für Salate oder Tees, da sie erstens einen wunderschönen farblichen Akzent setzen und zweitens auch gesund sind. Ein Tee hilft gegen Blähungen, unregelmäßiger Menstruation, Kopfschmerzen oder Schlaflosigkeit.

Aber nun zu meinem heutigen einfachen, aber zauberhaften Zuckerrezept mit den beiden Heilkräutern Malve und Goldmelisse:

Zutaten:

  • 1 Handvoll Malvenblüten (getrocknet oder frisch)
  • 1 1/2 Handvoll Goldmelissenblüten- und blätter (getrocknet oder frisch)
  • 300 g Zucker

Zubereitung:

  • Ich habe für meinen Zauberzucker dieses mal frische gepflückte Blüten und Blätter verwendet und diese dann zuerst einmal gut abgeschüttelt, sodass das kleine Ungeziefer seinen Weg in die Freiheit findet und nicht in meinen Zucker kommt 😉
  • Die Blüten, Blätter und den Zucker gibst du danach in eine Küchenmaschine und häckselst bzw. vermischst alles gut miteinander, sodass die Pflanzenteile kaum mehr zu sehen sind und der Zucker eine schöne dunkelviolette Farbe angenommen hat.
  • Da ich frische Pflanzenteile genommen habe, muss mein Zucker jetzt noch etwas in einer Schüssel im Freien trocknen.

Fertig ist der Zauberzucker. Aber warum eigentlich Zauberzucker?

Probier doch mal ein kleines Löffelchen von dem Zucker in deinen Tee zu geben und staune, welche Farbe er dadurch bekommt —> ein wunderschönes blau! Besonders Kinder lieben dieses Farbenspiel.

Ich verwende den Zucker entweder für Tees, für das Salatdressing, oder aber auch gerne bei Nachspeisen als Ersatz für normalen Zucker. Süß verpackt in einem schönen Reagenzglas mit Korkverschluss kommt es übrigends auch prima als Geschenk an. Wenn man dann noch einen gelben Blütenzucker mit Ringelblume dazu macht und es abwechselnd mit dem violetten Zucker in ein Glas füllt sieht der Kontrast einfach nur klasse aus.

Probiere es doch einfach mal selbst und mache dir deinen eigenen Blütenzucker in den verschiedensten Farben. Als kleine Farbhilfe habe ich hier noch eine kleine Liste für dich:

  • violett: Malven, Lavendel
  • gelb: Ringelblumen
  • rosa / pink: Rosen
  • blau: Kornblumen
  • grün: Zitronenmelisse, Pfefferminze, Salbei
  • bunt: alle Blüten nach Wahl, jedoch die Blüten vorher zerkleinern und danach erst den Zucker vorsichtig untermischen, sodass der Zucker keine Farbe der Blüten und Blätter annimmt, sondern neutral bleibt

Viel Spaß bei der Herstellung deines bunten Blütenzuckers!

Liebe Grüße,
eure Christina 🌿

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